Maurice de Vlaminck

1876 Paris - 1958 Rueil-la-Gadelière

Informationen zu Maurice de Vlaminck


Geburtsdatum/-ort – 4. April 1876 Paris
Todestag/-ort – 11. Oktober 1958 Rueil la Gadelière

Biografie Maurice de Vlaminck


Der französische Maler und Grafiker Maurice de Vlaminck ist einer der Hauptvertreter des Fauvismus. Er lehnt sich stets gegen das Herkömmliche in der Malerei auf. Sich keiner bestimmten Methode verschreibend sucht er in seinen teilweise kühnen Kompositionen keine künstlerische, sondern eine menschliche Wahrheit aufzeigen.



Zunächst schlägt er die Laufbahn eines Musikers ein. Doch durch die Freundschaft mit André Derain beschließt er 1900 Maler zu werden. Als Autodidakt findet er anfangs Anregungen v.a. bei Werken von Vincent van Gogh und Henri Matisses. Schon 1902 zeigt er erstmals seine Arbeiten der Öffentlichkeit. Durch die Vermittlung von Matisse schließt er sich 1905 den Fauves an und stellt mit ihnen im Pariser Salon d'Automne aus. Obwohl ihre Malerei einen Eklat hervorruft, kann Vlaminck im folgenden Jahr seine erste Einzelausstellung präsentieren. Bis 1907 malt er mit heftigem Pinselduktus und unvermischten Farben, wobei seine Kühnheit die der Mitstreiter übertrifft. Unter dem Einfluss der Werke Paul Cézannes wendet er sich dann dem Impressionismus zu. Auch setzt er sich für kurze Zeit mit den Bildern der Kubisten auseinander. Zunehmend verwendet er nun gebrochene Farben, die er „hart“ und expressiv einsetzt. Der 1. Weltkrieg unterbricht seine malerische Entwicklung. Dennoch bringt ihm 1919 die Ausstellung in der Galerie Druet den endgültigen Durchbruch. Er zieht sich nun aufs Land zurück, wo er zunächst in Valmondois und ab 1925 in Rueil-la-Gadelière lebt. In dieser Abgeschiedenheit findet er schließlich zu einem ganz eigenen Stil, wobei er seine Palette auf düstere Farben reduziert und dem Hell-Dunkel-Kontrast eine immer größere Rolle beimisst.
Vlaminck verfasst auch Gedichte, Memoiren und Romane sowie Kritiken. Zudem entwirft er Theaterdekorationen, Keramikmalereien und Teppiche. 1955 beteiligt er sich an der documenta I in Kassel. 1948 verstirbt Vlaminck in Rueil la Gadelière. 2008 widmet ihm das Musée du Luxembourg in Paris eine Retrospektive seiner ersten Schaffensphase von 1900 bis 1915.

Maurice de Vlaminck ist u.a. in folgenden Museen und Institutionen vertreten:


- Kunsthalle Bremen
- Museum Folkwang, Essen
- Von der Heydt Museum, Wuppertal
- Musée d´Art Moderne de la Ville de Paris (Frankreich)
- The National Museum of Western Art, Tokio (Japan)
- Belvedere, Wien (Österreich)
- Kunstmuseum Winterthur (Schweiz)
- Tate Britain, London (UK)
- The Metropolitan Museum of Art, New York (USA)

Überblick über die bei VAN HAM versteigerten Werke von Maurice de Vlaminck:

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