Otto Modersohn - Auktion 337 Los 63, 54729-1, Van Ham Kunstauktionen
Otto Modersohn: Auktion 337, Los 63 aus unserer Rubrik: Mod. Gemälde, Zeichnungen, Aquarelle
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Otto Modersohn - Auktion 337, Los 63

1865 Soest - 1943 Rotenburg

Moderne und Zeitgenössische Kunst Ergebnis: € 38.700

Modersohn, Otto
1865 Soest - 1943 Rotenburg

Herbstabend im Moor. 1939. Öl auf Leinwand. 61,5 x 85cm. Signiert und datiert unten rechts: OModersohn 39. Rahmen.

Dem Gemälde liegt ein handschriftlicher Brief Otto Modersohns vom 7. März. 1940 an den Vorbesitzer bei.

Vermutlich handelt es sich um das 1939 im Atelierbuch unter der Nr. 111 gelistete Bild "Abend im Moor". Wir danken Herrn Rainer Noeres, Otto Modersohn Museum, für seine freundliche wissenschaftliche Unterstützung.

Provenienz:
Atelier des Künstlers
Privatsammlung Norddeutschland (1940 direkt vom Künstler erworben)

Die raue, unfreundliche Moorlandschaft Norddeutschlands fasziniert Otto Modersohn seit seinem ersten Besuch in Worpswede 1889 sehr. Seitdem wählt er sie in zahlreichen Gemälden zum Motiv. Dabei verzichtet er von Anbeginn weitestgehend auf die Darstellung der dort lebenden Menschen und deutet deren Existenz meist nur durch Bauernhöfe oder Katen an. Auch gibt er bevorzugt diese Landschaft im herbst- und winterlichen "Kleid" wieder, da ihm die besondere Farbgebung bedingt durch das diffuse Licht zu diesen Jahreszeiten malerisch reizt.
Bis in die frühen 1930er Jahre malt Modersohn direkt vor der Natur. Dann zwingt ihn der Verlust seiner Sehkraft dies aufzugeben. 1936 zieht er sich in sein Fischerhuder Domizil zurück und arbeitet dort nur noch im Atelier. Der "Herbstabend im Moor" zeigt eindrucksvoll, dass seine Schaffenskraft trotz der massiven Einschränkung nicht nachlässt. Ganz im Gegenteil. Er entwickelt seine Stilmittel weiter. So verleiht er nun seinen Kompositionen ein Flächigkeit, in die er harmonische dunkle Farben und manchmal goldähnliche Akzente "einwebt". Dergestalt schildert er, wie bei unserem Gemälde, nicht mehr ein genaues Abbild seiner Umgebung, sondern sein eigenes Empfinden und damit seine ganz eigene Sicht von der herben norddeutschen Landschaft: "Die Hauptsache ist folgendes: Wenn ich so ganz frei auf saugendem Grunde z.B. in der Luft die Wolken weich hinsetzte, hinwische, mit lasierenden Tönen darübergehe und ebenso überall, gehe ich wohl von der Natur aus, aber folge ganz meiner inneren Vorstellung, ich folge meiner Phantasie 'es malt'... " (Modersohn, Tagebucheintrag, 18.5.1934).

Profilbild Johann Herkenhöner

Ansprechpartner

Johann Herkenhöner

Mail icon j.herkenhoener@van-ham.com

Phone icon +49 221 92 58 62 304


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337. Moderne und Zeitgenössische Kunst,
27.05.2014, Los 63,
Taxe: € 30.000
Ergebnis: € 38.700

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