1913 Berlin - 1951 Paris
Modern | Post War | Contemporary | Galerie Thomas | The Jagdfeld Collection
am
03.12.2025,
Los
698
Taxe: € 35.000
Ergebnis: €
66.000
(inkl. Aufgeld)
WOLS
1913 Berlin - 1951 Paris
Titel: Kopf.
Datierung: 1939/40.
Technik: Aquarell und Tusche auf bräunlichem Zeichenpapier.
Maße: 36 x 27,5cm.
Bezeichnung: Signiert unten rechts: WOLS.
Rahmen/Sockel: Rahmen.
Provenienz:
- Kay Boyle, New York
- Grace Borgenicht Gallery, New York
- Sammlung Margarete Schultz, Great Neck
- Klipstein & Kornfeld, Bern, 100. Auktion, 8.6.1961, Lot 99
- Privatsammlung Köln (1961 von Vorheriger erworben)
Ausstellungen:
- Galerie im Wakefield Bookshop, New York 1942
- Grace Borgenicht Gallery, New York 1959
- Kunsthaus Zürich, 1989/90
- Kunstsammlung NRW, Düsseldorf 1990
- Hamburger Kunsthalle, 2002
- Städtische Galerie im Lenbachhaus, München 2024/25
Literatur:
- Glozer, Lászlo: Wols Photograph, München 1978, S. 87, Abb. 142 und 143
- Ausst.-Kat. WOLS. Bilder, Aquarelle, Zeichnungen, Photographien, Kunsthaus Zürich/Kunstsammlung NRW, Düsseldorf 1989/90, Kat.-Nr. 136, Abb.
- Mewes, Claus (Hrsg.): Wols. Aquarelle, Zeichnungen, Notizblätter aus dem Besitz von Marc Johannès, Kunsthaus Hamburg 2000/01, S. 18, Abb. S. 17
- Körner, Hans: "Gymnastik am abschüssigsten Hang": Wols und die Metaphorik der Wunde, in: Schriftgedächtnis - Schriftkulturen, hrsg.
v. Vittoria Borsò, Gertrude Cepl-Kaufmann, Tanja Reinlen, Sybille Schönborn u. Vera Viehöver, Stuttgart/Weimar 2002, S. 415-437
- Ausst.-Kat. Im Blickfeld: WOLS, Komposition 1947, Hamburger Kunsthalle 2002, Kat.-Nr. 7, Abb.
- Gutbrod, Philipp: Wols 1913-1951. Die Arbeiten auf Papier. Kommentiertes kritisches Werkverzeichnis, Heidelberg (Dissertation) 2003, Nr. A-191 mit Abb.
- Bieberstein Ilgner, Patrycja de: WOLS Aquarelle, München 2022, Tafel 13
- Ausst.-Kat. Surrealismus und Antifaschismus, Städtische Galerie im Lenbachhaus, München 2024/25, S. 661, Abb.
- Wegweisendes Künstlergenie zwischen Surrealismus und Tachismus
- Charakteristisches Aquarell aus den Jahren des künstlerischen Durchbruchs
- Eine ausdrucksstarke Darstellung zwischen Traum und Realität, Fantasie und Empfindung
Er schafft ein malerisches Werk von eigentümlicher Schönheit und geheimnisvoller Magie. Wols - eigentlich Otto Wolfgang Schulze - gilt als Wegbereiter des Tachismus und des Informel, sein visionäres Oeuvre beeinflusst zahlreiche Künstler der Nachkriegsavantgarde.
Mit nur 19 Jahren verlässt er 1932 Deutschland und geht nach Paris, wo er zunächst als freier Fotograf arbeitet. Er verkehrt im Kreis der Surrealisten und pflegt freundschaftliche Kontakte unter anderem zu Max Ernst, Tristan Tzara und André Masson.
Am 3. September 1939, unmittelbar nach Ausbruch des Zweiten Weltkriegs, wird Wols als feindlicher Ausländer interniert und verbringt 14 Monate in verschiedenen Lagern, unter anderem in der ehemaligen Ziegelei Les Milles nahe Aix-en-Provence. Innerhalb kurzer Zeit entfaltet sich hier eine überaus reiche künstlerische Produktion mit hunderten Zeichnungen und Aquarellen: Von surrealistischen Bildwelten geprägt, verwandeln sie Elemente der Wirklichkeit in traumhafte, fantastische Visionen.
Der seelische Zustand des Künstlers findet Ausdruck in einer Reihe wiederkehrender Motive - in Köpfen und maskenhaften Physiognomien, filigran gezeichneten Insekten ebenso wie Segelschiffen, Fesselballons und imaginären Flugapparaten.
Auch der "Kopf" von 1940 ist ein solches Symbolbild: Eine Figur scheint in einem engen, aus roten Ziegelsteinen gemauerten Turm eingeschlossen, während ein kleiner Floh neben ihr auf die beklemmende Situation im Lager hindeutet. Hoch oben am Himmel schwebt ein heiter rot-weiß gestreiftes Flugobjekt - ein fernes Sinnbild der Sehnsucht nach Freiheit.
Das Werk zeigt beispielhaft, wie Wols seine existenzielle Bedrängnis in eine unverwechselbare künstlerische Bildsprache zu verwandeln wusste.
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541. Modern | Post War | Contemporary | Galerie Thomas | The Jagdfeld Collection,
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