1928 Laasphe/Westfalen -
Modern | Post War | Contemporary | Galerie Michael Schultz
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PIENE, OTTO
1928 Laasphe/Westfalen - 2014 Berlin
Titel: "Bronze und Gold X".
Datierung: 1958/61.
Technik: Öl, Bronze und Lack auf Hartfaserplatte.
Maße: 39 x 26 x 5cm.
Bezeichnung: Signiert und datiert verso mittig: Piene (eingekreist) 58-61. Darunter signiert und betitelt auf Aufkleber: Otto Piene Bronze und Gold X.
Dem Werk liegen zwei Schriftstücke aus den Jahren 1971 und 2009 im Original bei, in welchen Otto Piene die Authentizität des Werkes bestätigt.
Provenienz:
- Privatsammlung Nordrhein-Westfalen
Literatur:
- Glibota, Ante: Otto Piene, Villorba (Tv)/Italien, 2011, S. 110 (hier seitenverkehrt abgebildet)
- Nach über 50 Jahren in einer Privatsammlung erstmals wieder auf dem Kunstmarkt
- Mit Farbabbildung im Standardwerk von Ante Glibota erwähnt
- Von 1958 - 1961 inmitten der ZERO-Hauptphase entstanden
- Laut Piene "künstlerisch direkter" als die späteren Rasterbilder
In einem ganzseitigen Brief, der dem Werk beiliegt, schreibt Otto Piene am 7. Dezember 1971 an den Vorbesitzer: "Grundsätzlich gibt es zwei Serien von kleinen goldenen Rasterbildern: die die zur Zeit, d.h. zwischen 58 und 61 fertig geworden sind und eine Nachserie, bei denen die Vergoldung (.
) erst 1966/67 vorgenommen wurde.
Ihr Bild gehört zu der ersteren, künstlerisch direkteren Serie. Ich weiß nicht mehr wo es zuerst und zu zweit ausgestellt ist, weiß nicht wer es gekauft, verkauft oder geschenkt bekommen hat, habe keine Ahnung woher oder wohin, weiß aber bestimmt, dass es mein Erzeugnis ist und kann mich an die "Herstellung" über viele Monate hin (Schicht über Schicht, parallel mit anderen Rasterbildern) distinkt erinnern. Natürlich handelt es sich um ein Unikat. Ich habe nie "multiple" Bilder gemalt."
Unser Rasterbild entstand inmitten der Hauptphase der Zero-Bewegung. Die im März 1959 im Hessenhuis in Antwerpen berühmt gewordene Ausstellung bezeichnet Otto Piene rückblickend als die "wahrscheinlich bedeutendste Zero-Ausstellung". Neben Otto Piene nahmen an dieser Ausstellung unter anderem Yves Klein, Heinz Mack, Günther Uecker, Jesús Raphael Soto, Pol Bury und Jean Tinguely teil.
Leitmotiv des Katalogs war die Moholy-Nagy Formulierung "Vision in Motion - Motion in Vision".
Im Ausstellungskatalog, also während des Entstehungsprozesses unseres Rasterbildes, äußert sich Otto Piene dezidiert zur Fragestellung "Was ist ein Bild?":
"Das Bild ist ein Kraftfeld, Arena der Begegnung von Energien des Autors, geschmolzen, gegossen in die Bewegungen der Farbe, empfangen aus der Fülle des Universums, geleitet in die Kapillaren der offenen Seele des Betrachters.
Was ist die Farbe?
Die Farbe ist die Artikulation des Lichts.
Was ist das Licht?
Das Licht ist die Sphäre alles Lebens, das Element von Mensch und Bild und Mensch, eingefangen, gesammelt, gesteigert in der Vibration, die Autor, Bild und Betrachter ergriffen hat. Was ist Vibration?
Die Vibration ist die lebendig gewordene Nuance, die den Kontrast verbietet, die die Tragödie beschämt, das Drama verabschiedet; das Vehikel der Frequenzen, das Blut der Farbe, der Puls des Lichts, die reine Emotion, die Reinheit des Bildes, die reine Energie.
Was ist reine Energie? - Das reine Kontinuum. Die Unaufhörlichkeit, die Unauslöschbarkeit des Lebendigen.
Was ist das alles, Bild, Farbe, Licht, Vibration, reine Energie?
Leben. Leben in Freiheit.".
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