Rasterbild 18907-108698, Auktion 329 Los 369, Van Ham Moderne + Zeitgenössische...
Otto Piene: Rasterbild aus unserer Rubrik: Zeitgen. Gemälde, Zeichnungen, Aquarelle
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Otto Piene

1928 Laasphe/Westfalen - 2014 Berlin

Moderne + Zeitgenössische Kunst am 28.11.2013, Los 369, Ergebnis: € 238.650 (inkl. Aufgeld)

PIENE, OTTO
1928 Laasphe/Westfalen

Rasterbild. 1959/60. Öl auf Leinwand. 80 x 100cm. Signiert und datiert verso: Piene (eingekreist) 59/60. Modellrahmen.

Provenienz: Privatsammlung Süddeutschland

Der Künstler Otto Piene beginnt nach dem Zweiten Weltkrieg sein Kunststudium an der
Akademie in München. Zwei Jahre später wechselt er an die Düsseldorfer Kunstakademie, wo
er bis 1953 eingeschrieben ist. 1958 gründet Otto Piene zusammen mit Heinz Mack die
Düsseldorfer Künstlergruppe ZERO, der sich auch Günther Uecker anschließt. Die
ZERO-Künstler distanzieren sich mit einer neuen Bild- und Formensprache zunehmend von der
expressiven Gestik der informellen Malerei und fordern eine Kunstform, die der modernen
Wirklichkeit in all ihrer Komplexität gerecht werden würde. Sie verwendeten bewusst eine
Licht erfüllte, monochrome Bildsprache. Bereits Mitte der fünfziger Jahre beginnt Piene,
sich künstlerisch mit dem Element Licht auseinanderzusetzen. Pienes erste Rasterbilder
entstehen 1957. Die Rasterbilder entstehen, indem der Künstler die Ölfarbe durch
Rastersiebe auf die Leinwand drückt, die er durch das Herausschlagen von Löchern mit Hilfe
von Locheisen herstellt. Je nachdem, welche Siebe verwendet werden, ergeben sich die
unterschiedlichsten Strukturen auf dem monochromen Bildträger. Um den Bildraum zu
dynamisieren, in Schwingungen und Vibration zu versetzen, arbeitet der Künstler meist mit
Farben, die besonders gut reflektieren - wie Weiß, Gelb, Silber und Gold - und zudem
einen hohen Licht- bzw. Energiewert haben. (Aus: Otto Piene. Retrospektive1952 - 1996,
hrsg. von Kunstmuseum Düsseldorf (Ausst.-Kat., Düsseldorf, 25.05. - 11.08.2011),
Düsseldorf 1996, S. 51). Die Bildkomposition wird in den Rasterbildern durch Struktur
ersetzt, die nach Otto Piene das Bild optisch in Bewegung versetzen kann: "Die Reinheit
des Lichts, die die reine Farbe schafft, die wiederum Ausdruck des reinen Lichts ist,
erfasst den ganzen Menschen mit ihrem Kontinuum des Flutens, des rhythmischen Hin - und
Herströmens zwischen Bild und Betrachter, das unter bestimmten formalen Bedingungen zum
zwingenden Pulsschlag, zu einer totalen Vibration". (Zit. aus: Otto Piene, in The Times
Supplement, London 1964, o.p.).

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329. Moderne + Zeitgenössische Kunst,
28.11.2013, Los 369,
Taxe: € 30.000
Ergebnis: € 238.650

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