Robert Hermann Sterl

1867 Grossdobritz - 1932 Naundorf

Informationen zu Robert Hermann Sterl


Geburtsdatum/-ort – 23. Juni 1867 Dobritz
Todestag/-ort – 10. Januar 1932 Naundorf

Biografie Robert Hermann Sterl


Robert Hermann Sterl hat seit der Jahrtausendwende durch Ausstellungen in Dresden und Chemnitz, Passau und Heidelberg große Aufmerksamkeit und nicht zuletzt 2011 durch das Erscheinen des Werkverzeichnisses von Kristina Popova eine Neubewertung erfahren.
Er gehört mit seinen farbenfrohen Szenen der beiden Wolgareisen, seinen intensiv beobachteten Steinbrechern und der Wiedergabe weiter hessischer Landschaften zu den interessantesten Vertretern des deutschen

van-ham.com/de/services/glossar/stilrichtungen/impressionismus.html target=”_blank”>Impressionismus. Sein meisterliches Werk steht an der Seite seiner Zeitgenossen, der Impressionisten Max Liebermann, Lovis Corinth und Max Slevogt und nicht zuletzt Meunier.
Mit dem Aufkommen der Freilichtmalerei, bei der die Künstler ihr Atelier verließen und im Freien ihre Eindrücke direkt auf der Leinwand festhielten, entstand vor allem in Frankreich eine farbflirrende Malerei mit neuen Motiven und lebendigen Bildausschnitten. In Deutschland fand sich mit Max Liebermann ein großartiger Interpret dieser Auffassung, die nach und nach das akademische , noch von den Nazarenern geprägte Bild der Natur von dunkeltoniger zu frischer, lichter Malerei führte.
Max Liebermann, den Sterl zeitlebens bewunderte, schätze wiederum Sterls Werk: „Sterl ist ein wahrhafter Künstler; er malt, was ihn die Natur zu malen reizt. Seine Bilder sind gesehen, erschaut und erlebt. (…) Er malt, wie ihm der Schnabel gewachsen ist, womit ich nicht etwa sagen will, daß er nicht alles, was in der Kunst lernbar ist und was nicht wenig ist, gelernt hätte – wie hätte er sonst ein so ausgezeichneter Lehrer sein können – sondern ich will damit ausdrücken, daß er die Natur einfach auf sich wirken läßt, um sie dann im Bilde möglichste getreu wiederzugeben." (Liebermann 1928 über Sterl)
Sterls Werk überzeugt durch seinen authentischen Vortrag, seine Farbfrische und Kraft. Damit gleichsam verbunden ist sein Erfinden, oder besser: Auffinden neuer Motive an den Häfen der Wolga, der Dirigentenporträts oder der Steinbrecher. Sein Oeuvre ist durch seine realistischen, später auch expressionistischen Züge nicht allen im Rahmen einer definierten Kunstrichtung als Impressionismus fassbar. Horst Zimmermann beschreibt den Maler treffend: „… Er (hat) auf der Höhe der gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Entwicklungen seiner Zeit seine impressionistische Auffassung in Richtung ausdruckstarker Verinnerlichung des Thematischen verlassen und den sich zersplitternden Strömungen der bildenden Kunst nach dem ersten Weltkrieg einen alternativen Weg neben der Neuen Sachlichkeit und den vielfältigen abstrakten Kunstrichtungen geöffnet." (zitiert nach: Zimmermann, Horst: Der Maler Robert Sterl. Leben und Werk in Briefen und Selbstzeugnissen. Dresden 2011, S. 7.)

Robert Sterl ist u.a. in folgenden Museen und Institutionen vertreten:


- Nationalgalerie, Berlin
- Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Galerie Neue Meister
- Städtische Galerie Dresden
- Robert-Sterl-Haus, Struppen Naundorf

Überblick über die bei VAN HAM versteigerten Werke von Robert Hermann Sterl:

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