Deutscher Maler, wichtigster Vertreter des Realismus. Ausbildung in der lithografischen Anstalt seines Vaters; 1833 Besuch der Kunstakademie Berlin; als Maler v.a. Autodidakt. Publiziert ab den 1830er Jahren zahlreiche Illustrationen, u.a. zu Goethe und Heinrich von Kleist (1876/77). Beginnt in den späten 30er Jahren zu malen; Grundlage seiner Gemälde sind stets präzise Zeichnungen. Mit den 398 Illustrationen zu Franz Kuglers Geschichte Friedrichs des Grossen (1839-42) beginnt Menzels Förderung durch die preußischen Könige. Erfolgreich mit einer Reihe von Darstellungen Friedrichs II. und seiner Nachfahren (Flötenkonzert in Sanssouci, 1848-52; Friedrich und die Seinen in der Schlacht von Hochkirch, 1850-56; Krönung Wilhelms I.
in Königsberg, 1861-65). 1853 Mitglied der Königlichen Akademie der Künste, 1898 geadelt. Menzel betont aber stets seine demokratische Grundhaltung und gibt auch seinen Friedrichsbildern eine volkstümliche bzw. menschliche Note (Tafelrunde, 1850). 1875 malt er mit dem Eisenwalzwerk (1872-75) eines der ersten Industriebilder in Deutschland. Es folgen realistische Darstellungen arbeitender Menschen. Auch erste Darstellungen der Eisenbahn, der Großstadt Paris, der zeitgenössischen Gesellschaft. Mehrere Gemälde verarbeiten Anregungen des Impressionismus (Piazza d'Erbe in Verona, 1884, Dresden). Einen Schwerpunkt bilden Porträts und stimmungsvolle bürgerliche Interieurs. Werke: v.a. Berlin, Nationalgalerie; Dresden; Hamburg.
Steppes, Michael; Schaller, Andrea: Seemann Künstlerlexikon. Leipzig, 2012: E.A. Seemann Verlag.
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