Barend Cornelis Koekkoek

1803 Middelburg - 1862 Kleve

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Informationen zu Barend Cornelis Koekkoek


Geburtsdatum/-ort – 11. Oktober 1803, Middelburg
Todestag/-ort – 5. April 1862, Kleve

Biografie Barend Cornelis Koekkoek


Der in den Niederlanden geborene Maler Barend Cornelis Koekkoek gehörte wohl zu den schillerndsten Künstlerpersönlichkeiten seiner Zeit. Noch heute erinnert man sich an ihn in der Literatur als ‚Malerfürst‘ oder ‚Prinz der Landschaftsmaler‘ und bezeichnet ihn als den Begründer der romantischen niederländischen Landschaftsmalerei.

Doch auch schon zu Lebzeiten werden der Maler und sein Werk vom Publikum gefeiert und mit zahlreichen Ehrungen und Auszeichnungen bedacht. Zu seinen Kunden gehören u.a. König Friedrich-Wilhelm IV. Von Preußen, Zar Alexander II. oder der niederländische Monarch König Willem II.
Koekkoek wird am 11. Oktober 1803 in Middelburg geboren. Sein Vater Johannes Hermanus Koekkoek und zwei seiner drei Brüder sind ebenfalls erfolgreiche Künstler, die Marinestücke oder Landschaften malen. Es ist also nicht verwunderlich, dass auch Barend Cornelis Koekkoek eine künstlerische Laufbahn einschlägt. Ersten Unterricht erhält er beim Vater. Ab 1817 studiert er an der Zeichenakademie in Middelburg bei Abraham Krayestein. 1822 wechselt er an die Königliche Akademie in Amsterdam, wo er in den Klassen von Jan Willem Pienemann und Jean Augustin Daiwaille studiert. Nach seinem Abschluss (1823) begibt sich Koekkoek ab 1826 in den Niederlanden auf Wanderschaft und unternimmt verschiedene Studienreisen nach Deutschland oder Italien.
1843 verlässt Koekkoek die Niederlande endgültig und zieht an den Niederrhein nach Kleve. Zwei Jahre zuvor schreibt er: „In unserem Vaterland gibt es keine Felsen, Wasserfälle, hohen Berge oder romantischen Täler. Stolze, erhabene Natur ist in unserem Land nicht zu finden. “ In der Landschaft seiner neuen Wahlheimat findet der Maler die ersehnten Motive, die fortan sein Werk bestimmen. Er malt majestätische Landschaften und platziert in ihnen Miniaturfiguren, um den unbedeutenden Menschen mit der Größe der Schöpfung in den Vergleich zu stellen. Zudem weisen sich seine Werke durch einen Meisterhaften Umgang mit den Spielen des Lichts aus.
1841 gründet Koekkoek in Kleve eine eigene Zeichenakademie. Seine Schüler halten sich in ihrem Werk zumeist eng an die Prinzipien des Meisters, wodurch die heute als ‚Klever Schule‘ bekannte Tendenz romantischer Landschaftsmalerei entsteht. Das genaue Studium der Natur aber auch der Niederländischen Landschaftsmalerei des 17. Jahrhunderts gehörte zu den Zentralen Elementen dieser Kunst.
In den 1840er und 50er Jahren befindet sich Koekkoek auf dem Höhepunkt seiner Karriere. Im November 1859 erleidet er mit nur 56 Jahren unerwartet einen schweren Schlaganfall, dessen Folgen ihn fortan am Malen hindern. Koekkoek verstirbt am 5. April 1862 in Kleve.

Barend Cornelis Koekkoek ist u.a. in folgenden Museen und Institutionen vertreten:


- Nationalgalerie, Berlin
- Kunsthalle Hamburg
- B.C. Koekkoek Haus, Kleve
- Bayerische Staatsgemäldesammlungen - Neue Pinakothek München
- Rijksmuseum, Amsterdam (Niederlande)
- Eremitage Museum, Sankt Petersburg (Russland)
- Royal Collection Trust (UK)
- Metropolitan Museum of Art, New York (USA)

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