Nach dem Architekturstudium in Dresden und München widmet sich Kirchner der Malerei, Zeichnung, Druckgrafik und Bildhauerei. Gemeinsam mit Erich Heckel, Karl Schmidt- Rottluff und Fritz Bleyl gründet er 1905 die Künstlervereinigung "Brücke" in Dresden. Angeregt u.a. von den Werken der Fauves, Paul Gauguins, Edvard Munchs und Henri Matisses sowie der Kunst der Naturvölker wendet er sich von der traditionellen Akademie-Kunst ab und findet bald eine eigene Ausdrucksweise. Typisch für diese sind ein impulsiver Duktus, reinfarbiges Kolorit, strenger und flächiger Bildaufbau, wie auch betonte Konturen. Neben Porträts, Varieté-Darstellungen und Stillleben sind weibliche Akte in der Natur (1907-1911 u.a. Aufenthalte an den Moritzburger Seen) sein bevorzugtes Sujet.
1911 zieht Kirchner nach Berlin. Hier malt er die berühmten Großstadtbilder in einem scharfkantigen, nervösen "Zackenstil", wobei er kalte Farben und grelle Kontraste wählt. 1913 verfasst er die "Chronik der Brücke"; sie ist Anlass zur Auflösung der Gruppe. Im Jahr darauf meldet er sich freiwillig zum Kriegsdienst. Nach einem Zusammenbruch 1915 begibt er sich in verschiedene Sanatorien, u.a. in Davos, wohin er 1918 übersiedelt. Fortan malt er v.a. großflächige, monumentale Berglandschaften. 1923 lässt er sich in Frauenkirch-Wildboden nieder. Ein letztes Mal reist er 1925/26 nach Deutschland. Dort erhält er 1927 einen Auftrag für Wandmalereien vom Museum Folkwang in Essen und wird 1931 Mitglied der Akademie in Berlin. Von den Nationalsozialisten als "entarteter Künstler" diffamiert, werden 1937 ca. 639 seiner Werke beschlagnahmt. 1938 wählt Kirchner den Freitod.
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