1910 Tourcoing/Frankreich -
Moderne Kunst / Zeitgenössische Kunst
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November 28, 2012,
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Leroy, Eugène
1910 Tourcoing/Frankreich - 2000 Wasquehal/FrankreichNu allongé (Variation zu Giorgiones 'Venus', Galerie Alte Meister, Dresden). Öl. Leinwand. 96,5 x 164cm. unten rechts 'E. Leroy'. Verso oben rechts auf der Leinwand bezeichnet 'BE': Rahmen.
Das Gemälde wird im Archiv der Galerie Michael Werner unter der Nr. LER 329/A geführt
"Wie Acker, wie Stein, wie Holz, wie Moos, wie Geruch" - schreibt Georg Baselitz in seinem kurzen prägnanten Text zu Eugène Leroy und trifft das Wesentliche dieser Bilder. [...] Aus dem scheinbar Diffusen der materialen Farbmasse kommen nach geduldigem Einsehen koloristisch geformte Gestalten zum Aufscheinen.
Farbmasse als Bildmasse ist das wohl offensichtlichste Charakteristikum, das den Werken Leroys eignet: Farbe als Material, gleichsam um zu bilden - aus dem sich bildet. [...] Unkonturiert treten seine Akte aus dem scheinbar Ungeformten. Aufscheinend erlangen sie Präsenz. Einmal wahrgenommen aber, einmal ihre Existenz erahnt, werden sie immer klarer und deutlicher. Ihre Gegenwart ist dann wie selbstverständlich, wie nicht mehr wegzudenken, wie nicht mehr zu übersehen, wie nicht mehr zu erkennen. [...] Nichts ist, so wäre seine Malerei zu interpretieren: alles wird erst, wenn man es schaut.
Es wird aber auch wieder entschwinden. Die Landschaften Leroys zeigen uns diese tiefe Dimension genauso wie seine Portraits und seine Blumen, genauso wie seine Jahreszeiten und seine Bilder nach Giorgione." (Ausst. Kat. Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen (Hrsg.): Alles ist Farbe. Eugène Leroy, Düsseldorf 2000, S. 133-134.)
Auch bei der "Variation zu Giorgiones 'Venus' aus der Galerie Alte Meister, Dresden ist der Betrachter angehalten, sich in das Werk zu vertiefen, um in den pastosen Farbmassen, dem diffusen Durcheinander von Farbe, das bekannte Motiv der liegenden Venus zu erkennen. Er muss sich vom Bild entfernen, vorher schon einmal da gewesene Erinnerungen an die Vorlage des alten Meisters Giorgione abrufen, um Leroys Interpretation des Themas verstehen zu können. Tatsächlich hat der Künstler das Werk erst 1992, lange nach der Entstehung des hier angebotenen Gemäldes, im Original in Dresden gesehen. (Ausst. Kat. Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen, S. 131).
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317. Moderne Kunst / Zeitgenössische Kunst,
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