1928 Bonn -
Moderne + Zeitgenössische Kunst
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November 28, 2013,
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WIND, GERHARD
1928 Bonn - 1992 Jávea bei Alicante/Spanien
Titel: Figuration G.X"- "Ponza II.
Datierung: 1959.
Technik: Öl auf Leinwand.
Maße: 151 x 100,5cm.
Bezeichnung: Signiert und datiert unten links: G. Wind 59 sowie verso signiert und datiert: G. Wind, XII. 59 darüber betitelt.
Rahmen/Sockel: Rahmen.
In Zusammenarbeit mit der Stiftung Kunstfonds wird das Werk zur Finanzierung des Archivbetriebs und der öffentlichen Vermittlung der Kunst zu Gunsten der Stiftung angeboten. Darüber hinaus soll mit der Versteigerung und Veröffentlichung im Auktionskatalog der Künstler in Erinnerung und zugleich im Markt gehalten werden.
Provenienz:
Nachlass Gerhard Wind
Stiftung Kunstfonds, Archiv für Künstlernachlässe, Bonn
Ausstellung:
Neue Darmstädter Sezession, 1961 (Aufkleber)
Gerhard Wind besuchte ab 1952 nach seiner Ausbildung zum Buchhändler Kurse an der Landeskunstschule in Hamburg bei Georg Meistermann, Fritz Winter und Ernst Wilhelm Nay. 1954 geht er auf Vermittlung des Schriftstellers Albrecht Fabri und seines Lehrers Joseph Faßbender an die Akademie Düsseldorf in die Klasse "Freie Grafik" von Otto Coester bis zum seinem Abschluss 1959. In Düsseldorf schloss er sich der Künstler-"Gruppe 53" an, die mit gemeinschaftlich organisierten Ausstellungen in der Kunsthalle die Bildung einer jungen Kunstszene in Düsseldorf maßgeblich beförderte.
Weitere Mitglieder und Gäste dieser Gruppe waren u.a. Peter Brüning, Horst Egon Kalinowski, Herbert Kaufmann, Otto Piene, Emil Schumacher, Bernard Schultze und Günther Uecker. In den von Jean-Pierre Wilhelm und Alfred Schmela 1957 eröffneten Galerien, die in Düsseldorf erstmals nach dem Krieg zeitgenössische Kunst zeigten, wurden die Werke der "Gruppe 53" regelmäßig ausgestellt. Auf Vermittlung von Albrecht Fabri erhielt Gerhard Wind bereits 1958 eine erste Einzelausstellung in der Kölner Galerie "Der Spiegel". Zahlreiche Preise des BDI und ein Stipendium der Villa Massimo in Rom folgten kurz darauf, ebenso die zweifache Teilnahme an der documenta (II, 1959 und III, 1964). Gerhard Winds Arbeiten wirken in ihrer Komposition strenger und linearer als die gestischabstrakte Malerei seiner vom Informel beeinflussten Zeitgenossen. Horst Richter spricht von "Bauplänen mit einer großen Nähe zur Architektur" (in Gerhard Wind, Skizzen 1959-1968, Krefeld 1969). Wind selbst betont: "Bei aller Subjektivität der Bildfindung strebe ich eine objektive tektonische Klarheit an, die dem Bild alles Sensationelle nimmt. Meine Bilder streben zur Verbindung mit der Architektur." (in 10 junge Düsseldorfer Maler, Kunsthalle Düsseldorf 1964).
Konsequent erarbeitet Wind Variationen von Negativ-Positivform, Ornament und Übertragung
auf verschiedene Materialien und Gestaltungsebenen. Nach ersten Übungen nach realen
Naturvorbildern malt und zeichnet Wind zunehmend abstrakt: Monumentale Konzeptionen mit
reicher Ausbildung der Details und starker Farbigkeit bestimmen ab den frühen 1950er Jahren sein Frühwerk, dem ein streng tektonisches, geometrisches Formvokabular folgt, das ab den 1970er Jahren immer linearer wird. Jeder seiner größeren Arbeiten gehen Skizzen,
Zeichnungen oder ausgearbeitete Studien voraus, in denen Gerhard Wind seine angewandten
Formen, Farben und Materialien weiterentwickelt. Sein künstlerischer Nachlass wird vom
Archiv für Künstlernachlässe der Stiftung Kunstfonds betreut und umfasst neben einem
großen malerischen und druckgrafischen Werk zahlreiche prozesshaften Entwürfe und
Zeichnungen.
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