1930 Erlbach -
Moderne und Zeitgenössische Kunst (25.+26.11.2015)
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November 25, 2015,
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165
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Graubner, Gotthard
1930 Erlbach - 2013 Neuss
"Yello". 1998/1999. Mischtechnik auf Leinwand über Synthetikwatte auf Nessel. Ca. 133 x 105 x 23cm. Signiert und datiert verso oben links: Graubner 98/99. Daneben betitelt: "Yello".
Provenienz:
Galerie Karsten Greve, Köln
Privatsammlung Nordrhein-Westfalen
"Wer Gotthard Graubner und sein Werk aufsucht begegnet einem Künstler, der sich, in scheinbarem Widerspruch, auf Übergänge festgelegt hat. Sein Oeuvre bezeugt, dass die Liebe dieses Malers nicht den Zuständen gilt, sondern den feinstufigen Wechseln, dass er Freiräume mehr schätzt als Festlegungen, dass er sich mitsamt seiner Arbeit in fluktuierenden Gefilden wohler fühlt als in statischen. Hand, Herz und Kopf sind ihm stetig in Bewegung, treiben ihn, malend den Geheimnissen der Materie nachzuspüren. Diese produktive Unruhe, dieser Forscherdrang schützten den Künstler ein Leben lang, bewahren aber auch uns, die Betrachter seiner Bilder, bei genauem Hinsehen vor mentaler wie vitaler Erstarrung. (...) Auf seinem Weg hin zum eigenen Oeuvre faszinierten Graubner vor allem die "grands maitres des couleurs", eben die Tizian und Tintoretto, die Watteau, Turner, Monet und Ihre Brüder in artibus.
Deren (wie er selbst formuliert) "Hingabe an die Farbe" leitete Graubners Streben auch im eigenen Werk. Die Genese dieses Oeuvres verdankt sich daher vor allem einer inspirierenden und formenden Kraft: dem "Eigenleben der Farbe". Er (Graubner) wollte wohl schon immer über die bedeutende Tradition, in die er sich bewusst stellte, hinaus. (...) Graubner gelang das, indem er die Farbe vom vormaligen Dienst an der Figuration befreite. (...) Die entschiedene Ungegenständlichkeit münzte er keineswegs in Inhaltslosigkeit um. Vielmehr eroberte er erst durch diese Konzentration auf das wesentlichste Medium der Malerei, eben die Farbe, seine persönliche künstlerische Domäne. Dass er dabei nicht in monochromer Flächenfüllung oder repetitiver Gestik landete, verdankt er seiner genuinen Fähigkeit, den bewegenden Prinzipien der Welt und mithin auch den "Dynamismen" der Farbe nach zu spüren. Denn die Farbe galt ihm nicht als amorphe Masse, sondern als energetische Substanz, mittels deren sich eine künstlerische Kosmographie erschaffen, zur Anschauung bringen lässt. (...) Wie er die Farbe durch Nuancierung, Abstufungen, Übergänge zum Sprechen bringt, mithin in stetiger Schwingung hält, so vermeidet Graubner in der Formensprache seiner Arbeiten scharfe Konturen, eckige Kanten, strenge Gliederungen. Er bevorzugt geschwungene Linien, weichere Formen, sanftere Wechsel. Nicht die Härte des Lineals, sondern die Geschmeidigkeit der Hand lenkt seine Ausführungen."(Thurn, Hans Peter: Formen aus Farbe - Zum Werk Gotthard Graubners, In: Ausst. -Kat. Gotthard Graubner - Magier der Farbe, Akademie-Galerie, Düsseldorf 2013/14, S. 29 ff.).
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363. Moderne und Zeitgenössische Kunst (25.+26.11.2015),
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