1894 Aachen -
Moderne Kunst / Zeitgenössische Kunst
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Davringhausen, Heinrich Maria
1894 Aachen - 1970 Cagnes-sur-Mer
Portrait der Mutter. Um 1922. Öl auf Leinwand. 90 x 80cm. Signiert unten links: 'H. Davring'. Rahmen.
Provenienz:
Privatsammlung Süddeutschland
Ausstellungen:
Galerie am Rhein, Köln 1971
Städtisches Suermondt-Museum, Aachen 1972, Kat.-Nr. 25
Galerie Brockstedt, Hamburg 1973, Kat.-Nr. 21, Abb. 22
Städtisches Museum Simeonstift, Trier 1974, Kat.-Nr. 21
Pfalzgalerie des Bezirksverbandes Pfalz, Kaiserslautern 1974
Leopold Hösch Museum, Düren 1995
Kunstsammlung Gera-Orangerie, Gera 1996
Literatur:
Eimert, Dorothea: Heinrich Maria Davringhausen 1894-1970. Monographie und Werkverzeichnis,
Köln 1995, Wvz., Nr. 156, Abb. S. 160
Ausst.-Kat. Heinrich Maria Davringhausen 1894-1970, Dorothea Eimert (Hrsg.), Köln 1995, S.
160, Abb. 53
Galerie Wilbrand, 1976, Kat.-Nr. 142, S. 72, Abb.
Klinkel, Hans: Blick in neue Kataloge. Raritäten für Kenner und Sammler, in: Frankfurter
Allgemeine Zeitung, 03.08.1976, S. 21, Abb.
Heusinger von Waldegg, Joachim: H.M. Davringhausen 1894-1970. Monographie mit Werkkatalog
1912-1932, Bonn 1977, Nr. 93, Abb.
Milia, Gabriella Di: Heinrich Maria Davringhausen, in: FMR, Mensile di Franco Mario Ricci,
No.
37, Mailand 1985, S.91-104.
"Mit den Menschendarstellungen seit 1919 hat der Künstler seinen ureigensten Bezirk
gefunden. Diese Gemälde finden bei den Kritikern großen Zuspruch. Selbst Oskar Maria Graf
äußert, daß dies der 'endliche Durchbruch' sei und daß Davringhausen wegen seiner
'Ideenhaftigkeit' der Porträtmaler schlechthin sei (...). Er vermag es 'das Leben eines
Gesichtes [...], menschliches Geheimnis in aller sachlichen Unmittelbarkeit' zur Geltung
zu bringen, schreibt Willi Wolfradt 1923. Es sind Typen, die er malt und doch Individuen.
'Das ist das Bezeichnende an diesem von einer ganz neuen Eindringlichkeit Besessenen',
schreibt Graf, daß er immer an dem Beispiel eines Bildnisses gleichsam das Gesicht eines
Teiles der ganzen heutigen Menschhaftigkeit aufzeigt'. Auch Heinrich B. Schiffers bemerkt
1929, daß 'die Übertragung des inneren Gesichtes' maßgeblich ist. Er berichtet, daß
Davringhausen schnell arbeitet. 'In langen Jahren schuf er fast ohne Modelle. Eine Stunde
genügte ihm meist, den wichtigsten Teil des Bildes ergänzten Phantasie und Gedächtnis'
(...).
Alle von Davringhausen Porträtierten sind eins mit dem Raum, in dem sie platziert sind.
Selbst Farbe wird zum Mittel, um das Psychische deutlich zu machen, und der Raum scheint
wahrhaftig nur für diesen einen Typen geschaffen. Graf lobt die Darstellungsweise: 'Hier
hat zum ersten Mal einer mit einer Waghalsigkeit, wie sie seinesgleichen sucht, begonnen
und Menschen in ihrem Raum, in ihre Welt gestellt'. Die von Davringhausen dargestellten
Menschen erschienen im Zustand erstarrt. Die Räume, in denen sie sich befinden, sind
niemals verschlossen. Stets öffnet sich eine Wand durch ein Fenster (...). Diese Fenster,
diese Hinweise auf die Ferne, auf Freiheit, auf weite Räume, kennzeichnen auch die Werke
der abstrakten Schaffensphase. Es ist der Raum, den Davringhausen im Bild neu erobert und
dem er psychologische Bedeutung verleiht." (Dorothea Eimert, Heinrich Maria Davringhausen
- Eine Monographie, Köln 1995, S.62f.
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322. Moderne Kunst / Zeitgenössische Kunst,
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