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Heinrich Vogeler ist am 12. Dezember 1872 in Bremen geboren und war sowohl als Maler und Grafiker als auch als Architekt und Designer sowie als Pädagoge, Schriftsteller und Sozialist tätig.
Von 1890-1895 studiert bei Peter Janssen und Eduard von Gebhardt er an der Kunstakademie in Düsseldorf, Studienreisen führen ihn dabei nach Belgien und Italien. Im Anschluss an sein Studium tritt er 1894 der Worpsweder Künstlervereinigung bei und ist damit das jüngst und zugleich letzte Mitglied der bedeutenden Künstlerkolonie. 1895 erwirbt ein den dortigen, sogenannten "Barkenhoff", reetgedecktes Rauchhaus mit Flett.
Es folgen weitere Reisen nach Dresden und Florenz sowie die Bekanntschaft mit Rainer Maria Rilke. Bis zur Jahrhundertwende kann Vogeler sich zu einem bedeutenden Vertreter des deutschen Jugendstiles entwickeln: Er stellt auf zahlreichen Ausstellungen aus und findet vor allem als Graphiker - insbesondere für die Jugendstil-Zeitschrift "Die Insel" - nationale und internationale Anerkennung. In den jahren 1904/05 ist er an der Inneneinrichtung der Güldenkammer im Bremer Rathaus beteiligt und gründet 1908 in Tarmstedt die Worpsweder Werkstatt für Inneneinrichtung und Möbel. Am Ersten Weltkrieg nimmt Vogeler freiwillig als Soldat teil; eine Erfahrung, die zu einem Wendepunkt in seinem Leben werden sollte, da er zurückkehrte als überzeugter Pazifist und Sozialist. Auch seine Kunst sollte dieser Weltanschauung gerecht werden und entfernt sich immer weiter vom Jugendstil und nimmt immer mehr expressionistische Züge an. Die Künstlerkolonie löst sich anch dem Zweiten Weltkrieg allmählich aus; sein Haus wurde der Roten Hilfe übergeben und ein Kinderheim. Ab dieser Zeit reise Heinrich Vogeler mehrfach in die Sowjetunion, lässt sich jedoch 1924 vorerst in Berlin nieder, bevor er 1931 nach mehreren Reisen - u.a. Nach Tessin - endgültig in die Sowjetunion übersiedelt und dort für unterschiedliche Organisationen, Museen und Zeitschriften tätig ist und sich somit ganz in den Dienst des Kommunismus stellt. Mit dem Überfall Deutschlands auf die Sowjetunion wird der Künstler 1941 nach Kasachstan deportiert, wo ein im darauffolgenden Jahr stirbt.
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