Heinz Trökes

1913 Hamborn - 1997 Berlin

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Informationen zu Heinz Trökes


Geburtsdatum/-ort – 15. August 1913 Hamborn am Rhein
Todestag/-ort – 22. April 1997 Berlin

Biografie Heinz Trökes


Die Thematik des Reisens, nimmt im Leben des Malers, Zeichners und Grafikers Heinz Trökes zeitlebens einen hohen Stellenwert ein. Seine zwischen Gegenständlichkeit und Abstraktion angesiedelte Bildwelt wird immer wieder von den Eindrücken, die er auf der ganzen Welt sammelt, beeinflusst. Dabei entstehen seine Gemälde nicht in der Ferne, sondern aus dem Vorgang der Versenkung und Erinnerung heraus.

Dabei geht es ihm nicht um die Wiedergabe des Betrachteten, sondern um die Reflektion über den gewonnenen Eindruck.

Bereits 1934, ein Jahr nach seinem Abschluss an der Krefelder Kunstgewerbeschule, unternimmt Trökes seine erste wichtige Reise. Drei Monate lang erkundet er mit dem Fahrrad Italien, wobei er wichtige Zentren der Kunst wie Florenz, Rom, Neapel, Palermo und Venedig besucht. Ab 1936 versucht er als freier Künstler in Augsburg Fuß zu fassen, bestreitet seinen Lebensunterhalt allerdings durch das Anfertigen von Textilentwürfen. Nachdem 1938 seine erste Einzelausstellung in der Berliner Galerie Nierendorf auf Veranlassung der Nazis geschlossen wird, folgen der Ausschluss aus der Reichskulturkammer und ein Ausstellungs- und Arbeitsverbot. Nach einem fehlgeschlagenen Versuch von der Schweiz aus nach Holländisch-Indien (Indonesien) zu emigrieren, wird Trökes 1940 zur Wehrmacht einberufen, aus der er 1944 desertiert. Nach dem Krieg ist er Mitbegründer und künstlerischer Leiter der Berliner Galerie Gerd Rosen, der ersten privaten Kunstgalerie nach dem Krieg in Deutschland. 1947 wird er, neben Künstlern wie Karl Hofer oder Karl Schmidt-Rotluff , in den Vorstand des neu konstituierten deutschen Künstlerbundes gewählt. Zwischen 1935 und 1958 leitet Trökes die Abteilung für Freie Graphik an der Staatlichen Hochschule für bildende Kunst in Hamburg. 1961-1965 unterrichtet er dann an der Staatlichen Akademie der bildenden Künste in Stuttgart, bis er 1965 dem Ruf an die Hochschule der Künste nach Berlin folgt. Dort unterrichtet er bis 1978.

Neben zahlreichen Einzelschauen, werden Heinz Trökes Werke auf wichtigen internationalen Ausstellungen wie der documenta in Kassel (1955, 1959, 1964) oder den Biennalen in Venedig (1948) und Sao Paulo (1959) gezeigt. 1997 verstirbt der Künstler in Berlin.

Heinz Trökes ist u.a. in folgenden Museen und Institutionen vertreten:


- Berlinische Galerie, Berlin
- Neue Nationalgalerie, Berlin
- Wilhelm-Lehmbruck-Museum, Duisburg
- Museum Ludwig, Köln
- Neues Museum, Weimar
- Albright-Knox Gallery, Buffalo, (USA)
- Harvard Art Museum, Cambridge (USA)

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