1878 Karlsruhe -
Moderne + Zeitgenössische Kunst
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HOFER, KARL
1878 Karlsruhe - 1955 Berlin
Titel: Lagernde Amazonen.
Datierung: 1912.
Technik: Öl auf Leinwand.
Maße: 64,5 x 68cm.
Bezeichnung: Monogrammiert und datiert unten links: CH (ligiert) 1912. Verso auf Keilrahmen bezeichnet: ... Hofer, Lagernde Amazonen.
Rahmen/Sockel: Rahmen.
Auf der oberen Leiste des Keilrahmens links befindet sich ein unvollständiger Aufkleber mit Angaben zu Künstler und Gemälde. Hier betitelt: Lagernde Amazonen vor einem Zelt in abendlicher Berglandschaft.
Provenienz:
Museum Winterthur (bis 1918)
Privatbesitz
Privatsammlung Berlin
Ausstellungen:
Kunsthalle Basel 1916, Nr. 115
Kunstsalon Ludwig Schames, Frankfurt a.M. 1917, Nr. 5
Literatur:
Wohlert, Karl Bernhard: Karl Hofer, Werkverzeichnis der Gemälde, Bd. 2, VAN HAM Art Publications, Köln 2007, Wvz.-Nr. 221, Abb.
Feist, Ursula und Günter (Hrsg.): Karl Hofer/Theodor Reinhart - Maler und Mäzen, ein Briefwechsel in Auswahl, Berlin 1989, S. 393
Fricken, Eduard von: Rekorde bei Spik, in: Der Abend (Berlin, 20.(od.21.)10.1972)
Leo Spik, Berlin, Aukt. 479/1972, S. 15, Nr. 88, Tafel 75
Fricken, Eduard von: Fund-Grube, in: Der Abend (Berlin, 4(?).12.1971)
Leo Spik, Berlin, Aukt. 476/1971, S. 10, Nr.
39, Tafel 33
Das Gemälde "Lagernde Amazonen" von 1912 ist ein schönes Beispiel der stilistischen Entwicklung des Künstlers, die von der akademischen Malweise ausgeht und schließlich im Abstrakten endet. Dem Betrachter eröffnet sich eine Figuren-Szene in einer nicht eindeutig definierten Landschaft: sechs liegende, weibliche Akte lagern in verschiedenen Posen vor einem Zelt. Im Himmel scheint die Dämmerung einzubrechen, jedoch geben weder Vegetation noch weitere Attribute über die Situation Aufschluss. Einzig zu Turbanen drapierte oder als Umhang dienende Tücher bedecken teilweise die unbekleideten Frauenkörper. Die in sich ruhenden und nur skizzenhaft mit Gesichtszügen versehenen Gestalten haben nichts Aufreizendes an sich, noch blicken sie den Betrachter direkt an.
Karl Hofer verzichtet bewusst auf alles Stoffliche und folgt seinem Credo, auf jede Art von "artistischen Gefälligkeiten" zu verzichten. "Dem glanzvoll Stofflichen, dem Hofer (...) 1912 noch in gewisser Weise nachgeht, entsagt er später (...) im Zuge der Gestaltfindung mehr und mehr. Er kehrt allem Samt und aller Seide den Rücken, entmaterialisiert und vergeistigt und lenkt die Farbe dabei eher zum Stumpfen hin, um sie in einer erfüllten Harmonie in der Fläche zuzuführen, in der sie auf einer anderen, höheren Ebene zum Klingen kommt." (Aus: Karl Hofer. Bilder im Schloßmuseum Ettlingen, Stadt Ettlingen/Karl Hofer Archiv Berlin (Hrsg.), Berlin 1983, S. 13).
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