1858 Tapiau/Ostpreußen -
Alte Kunst
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CORINTH, LOVIS
1858 Tapiau/Ostpreußen - 1925 Zandvoort
"Im Walde". 1886. Öl auf Holz. 60 x 79,5cm. Signiert und datiert unten rechts: Lovis Corinth 86. Rahmen.
Gutachten:
Prof. Thomas Deecke, Berlin, März 2016.
Literatur:
Berend-Corinth, Charlotte: Lovis Corinth - Die Gemälde, Werkverzeichnis, neu bearbeitet
von Béatrice Hernad, München 1992 (2. Auflg.), WVZ-Nr. 43 mit Abb.
Provenienz:
- Galerie Fritz Zickel, München;
- Versteigerung Sammlung Zickel, München in der Galerie Hugo Helbing, München November
1927. Im Katalog Nr. 92 mit Abb. Tafel 5;
- Sammlung A. Lampel, Berlin;
- Sammlung Herrmann Hugo Zwillenberg (1885-1966);
- direkte Familiennachfolge Zwillenberg.
target="_blank"> Einführung zur Sammlung Zwillenberg
Im frühsommerlichen Wald, im Schatten des hellgrün erleuchteten Laubes sitzt die Figur
eines jungen Mannes neben einem mächtigen Buchenstamm. Die Atmosphäre in der Darstellung,
so beschreibt es Deecke in seinem Gutachten, erzeugt der Künstler durch zum Teil wischende
Pinselstriche, die im Gegensatz stehen zu hell gehöhten Partien und weiße Glanzlichter.
"Ganz rechts und ganz links sieht man einige bräunlich angedeutete Partien, insgesamt aber
herrscht der grünleuchtende Ton vor, der wie ein Vorgriff auf die später auch auf Lovis
Corinth bezogene Bezeichnung eines deutschen Impressionisten wirkt".
Schon während seiner Jahre an der Pariser Akademie von 1884 bis 1887, in der er die
Malerei noch ganz im traditionellen Stil lernte, verbrachte er immer wieder Wochen
außerhalb, in denen er sich mit der Freiluftmalerei und den farbigen Lichterscheinungen
der Natur beschäftige - ohne jedoch die französischen Impressionisten der Zeit zu kennen.
Suchend nach der eigenen Bildsprache malt er im Sommer 1886 in Holstein, wo unter anderen
auch die vorliegende Arbeit entsteht. "Unter diesen nach traditioneller Methode gemalten
Bildern wirkt 'Im Walde' wie ein erster Vorgriff auf den Maler des sog. deutschen
Impressionismus, zu welchem man u.a. auch Lovis Corinth am Anfang des 20. Jahrhunderts
zählte. Das Bild 'Im Walde' bleibt bis 1891 vereinzelt (.)", schreibt Deecke in seinem
Gutachten, in dem er die Bedeutung dieser großformatigen Tafel als Vorgriff auf die
spätere Malerei Corinths betont.
"Die - wie man sie später erst nannte - deutsche impressionistische Methode der
Lichtmalerei, gemalt direkt vor dem Motiv, die später in seinen Walchenseebildern und
Aquarellen ihre Höhepunkt finden wird, deutet sich in 'Im Walde' schon an. Allerdings
experimentiert Lovis Corinth in diesen frühen Jahren noch mit den verschiedensten Motiven
und Malmethoden. Er hat sich ohnehin nie auf eine Malweise festlegen lassen. Dennoch hat
Corinth seine eigene unverwechselbare Bildsprache langsam, wie es seinem ostpreußischen
Temperament entsprach, entwickelt und gefunden. Dafür ist das Bild 'Im Walde' ein frühes
sehr gutes Beispiel."
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