Meissen - 21 Figuren und ein Notenpult aus der Affenkapelle, 66841-1, Van Ham Kunstauktionen
Meissen: 21 Figuren und ein Notenpult aus der Affenkapelle aus unserer Rubrik: Porzellan
Go back

Meissen - 21 Figuren und ein Notenpult aus der Affenkapelle

Decorative Art
on May 27, 2020, lot 411
Estimate: € 7.000
Result: € 14.190
(incl. premium)

21 FIGUREN UND EIN NOTENPULT AUS DER AFFENKAPELLE.

Meissen.
Meister/Entwerfer: Modell J.J. Kaendler.
Technik: Porzellan, farbig und gold staffiert.
Beschreibung: Bestehend aus 21 Figuren und Pult: Affe als Musikdirektor,
Baßgeiger, Paukenträger, Klarinettist, Trompeter, Geiger, Dudelsackpfeifer, Waldhornist, 4 Sängerinnen, Flötist, Paukenschläger, Affe mit Triangel, Trommler, Affe mit Mandoline, Gitarrist, Fagottist, reitender Musikdirektor, Harfenistin.
Maße: Höhe 9-18cm.
Marke: Schwertermarke, 60001-60022, versch. Bossierer- und Malernummern, alle Figuren mit Jahreszeichen.
Zustand A.

Provenienz:
Privatsammlung Nordrhein-Westfalen.

Literatur:
- Adams, Len and Yvonne: Meissen Portrait Figures, Leicester 1992, S.188 und 195.
- Rückert, Rainer: Meissener Porzellan von 1710-1810. Kat. Nr.1064-1078.
- VEB Staatliche Porzellanmanufaktur Meissen (Hrsg.): Figuren 1. Vgl. Kapitel Affenmusiker.
- www.meissen.com (Stand 04.03.2020).

Die in aufwendiger Kleidung des Rokokos gestalteten Affenfiguren parodieren in höchst überspitzter Form die oberste Gesellschaftsschicht im 18. Jahrhundert und ihre Allüren. Historischen Überlieferungen nach sollen sie zudem im speziellen eine Karikatur der Kapelle des Grafen Brühl sein.

Die männlichen Affen nehmen hierbei die Rollen der Musiker ein, während die weiblichen Affen als Sängerinnen dargestellt sind.
Die genaue Entstehungszeit der Kapelle ist bis heute nicht genau zu belegen. Allerdings lässt sich anhand der Formnummern und einem Kauf von 19 solcher Figuren durch Madame de Pompadour eine Entstehung um das Jahr 1753 vermuten. Wohl von Johann Joachim Kaendler erschaffen und unter Mitwirkung Peter Reinickes im Jahr 1765/66 neu überarbeitet gelten die Affen als der "skurrilste Klassiker des Meissener Barock" (www.meissen.com).
Mitte des 18.Jh. erfreuten sich Affendarstellungen welche in parodistischer Weise menschliche Züge annehmen größter Beliebtheit. Dieses Genre der sog. "Singerien" (franz. "singe" = Affe) wurde nicht nur in Porzellan umgesetzt, sondern findet sich ebenso in Decken- und Wandmalereien oder auf Gobelins. So lässt sich vermuten, dass u.a. wohl die Wandmalereien Christophe Hüets im sog. Affenkabinett des Schlosses Chantilly als Vorbild für die Meissener Kapelle gelten dürfen. Eine weitere französische Vorlage könnte eine Affenkapelle der Manufaktur Mennecy aus den 40er Jahren sein. Ebenso erinnert eine um 1745 entstandene Alabaster-Kapelle aus Venedig im Metropolitan Museum in New York stark an die Kaendlersche Kapelle.

Profile picture Susanne Mehrgardt

Contacts

Susanne Mehrgardt

Mail icon s.mehrgardt@van-ham.com

Phone icon +49 221 92 58 62 400

Purchase or sell

Sell a similar object from Meissen Auktion Next Alarm Künstler-Alarm

Sell a similar object from Meissen Schätzung Evaluate objects E-Mail Send an email Telefon +49 (221) 92 58 62-0


VAN HAM regularly achieves very good results for works by Meissen.

445. Decorative Art,
on May 27, 2020, lot 411
Estimate: € 7.000
Result: € 14.190
(incl. premium)

Contact
Close

We are there for you

Call us at +49 (221) 92 58 62-0or write to us. We will process your request promptly and get back to you as soon as possible. If you would like us to call you back, please specify a time slot within our business hours (Mon-Fri 10 a.m. to 5 p.m.).

Contact page

* Required fields