Europäisches Kunstgewerbe und Schmuck
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May 11, 2012,
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SCHWANENSERVICE MIT GOLDRAND FÜR SECHS PERSONEN.
Meissen. Entwurf J.J. Kaendler und Joh. Friedrich Eberlein, 1736-1741. Porzellan, weiß mit Goldrand. Nachträglich farbig staffiert. Insgesamt 78 Teile. Bestehend aus: Je sechs Kaffeetassen mit Untertassen, Mokkatassen mit
Untertassen, Schokoladentassen mit Untertassen, Kuchentellern, Suppentassen mit
Untertassen, Obsttellern, Speisetellern, großen Tellern sowie einer Kaffeekanne,
Kakaokanne, großer Milchkanne, kleiner Milchkanne, großer Zuckerdose und kleiner
Zuckerdose. Schwertermarke, tlw. mit 2 Schleifstrichencm.
Service. Zustand A.
Literatur:
Rückert, Rainer: Meissener Porzellan 1710-1810, München 1966, S.118.
Pietsch, Ulrich und Banz, Claudia (Hrsg.): Triumph der blauen Schwerter. Meissener Porzellan für Adel und Bürgertum 1710-1815, Dresden 2010, S. 282f.
Das Schwanenservice ist mit seinen ursprünglich rund 3000 Einzelteilen das größte Service des 18. Jh. und wohl auch das Prunkvollste das in der Manufaktur Meissen je gefertigt wurde.
Im Auftrag des Grafen Heinrich von Brühl (seit 1933 Kabinettsminister Augusts III., sowie Direktor der Meißner Manufaktur) entstanden in rund fünf Jahren (1736 bis 1741) nicht nur Kaffee-, Mokka-, Speise- und Kakaogarnituren, sondern auch reich ausgestaltete Tafelaufsätze, Leuchter und Prunkterrinen.
Die figurative Ausgestaltung gipfelt in einer großen Prunkterrine mit vollplastischen Figuren der Nymphe Galathea und Amor, die alle Charakteristika in sich vereint und den Mittelpunkt des Services bildet.
Die Entwürfe für das außergewöhnliche Service stammen von Johann Joachim Kaendler und Johann Friedrich Eberlein. Als Inspiration für das Namen gebende Hauptmotiv diente Kaendler ein Stich von Wenceslaus Holland. Das in weiß gehaltene Reliefdekor in Form einer Muschel zeigt zwei einander zugewandte Schwäne auf einem Gewässer zwischen Schilf und Fischreihern. Auch die plastischen Komponenten an Terrinen, Jardiniéren und Tassenhenkeln sind mit Neptunfiguren, Meeresgöttern, Delphinen, Krebsen, Schnecken und Muscheln sowohl mythologischen Inhalts, als auch auf profane Elemente des Wassers bezogen. Mit Berufung auf Flora und Fauna des Wassers schuf sich der Graf selbst ein Denkmal (Brühl = feuchter Platz). Untermauert wird die Selbstverherrlichung durch das an jedem Einzelteil an prominenter Stelle angebrachte Allianzwappen des Grafen und seiner Frau Gräfin Franziska von Kolowrat-Krakowska.
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