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Deutsch-österreichischer Maler, Grafiker der Romantik. Studium: zunächst Philosophie; 1821-23 an der Wiener Kunstakademie Schüler von Ludwig Schnorr von Carolsfeld und Peter Krafft. Lernt die Brüder Olivier und Peter Cornelius kennen, lebt 1829-40 und ab 1847 in München, 1840-44 in Karlsruhe und 1844-47 in Frankfurt am Main. Hält sich häufig in Wien auf, eng verbunden mit der Wiener Spätromantik, Reisen nach Italien (1835) und London (1857). Zahlreiche Illustrationen zu romantischer Literatur (u.a. Mörike, Tieck), zu Opern, Märchen und Sagen. Die Ölgemälde sind historischen wie zeitgenössischen Stoffen gewidmet.
Ab den 1830er Jahren kleinteilige, filigrane Darstellungen mit ausdrucksstarken Figuren. Die spätromantische Figuration prägt auch Schwinds Fresken in der Münchener Residenz (1832) sowie Fresken im Ständehaus und der Kunsthalle in Karlsruhe. Populär werden das Gemälde Der Sängerkrieg auf der Wartburg (1844-46, Frankfurt am Main, Städel), die Fresken in der Wartburg (1853-55) und die im Wiener Opernhaus (1863-67). Bedeutend auch das Gemälde Symphonie (1852, München, Neue Pinakothek). 1848-64 malt Schwind um die 40 Reisebilder, poetische Darstellungen der süddeutschen Landschaft; Ende der 1850er Jahre für den Baron von Schack Ausführung von 33 stimmungsvollen Gemälden (München, Schack-Galerie). Schwind war sowohl in bürgerlichen als auch in adeligen Kreisen erfolgreich.
Steppes, Michael; Schaller, Andrea: Seemann Künstlerlexikon. Leipzig, 2012: E.A. Seemann Verlag.
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