1807 Bordeaux -
Alte Kunst
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November 14, 2014,
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612
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Diaz De La Pena, Narcisse Virgile
1807 Bordeaux - 1876 Menton
"Baigneuse en sous-bois". Badende im Unterholz. 1872. Öl auf Holz. Parkettiert. 42 x 53cm. Restsignatur unten links. Rahmen.
Rückseitig:
- Auf Holz zwei Etiketten mit der handschriftlichen Nr. "a. 303".
- Auf Pakettierung handschriftlich Bezeichnung "Je certifie peint ce paysage peint per mon ami N. Diaz Barbizon 1872 Paul Teray(?)"
Provenienz:
- Helen C. Bostwick, New York
- P.J. Higgs/Collection Higgs
- Sotheby's, American Art Association, New York
- Plaza Curiosity Shop
- Collection Emma Rockefeller MacAlpin
- Sotheby's, New York
- Galerie Daniel Grossman, New York
Literatur:
Miquel, Pierre/Miquel, Rolande: Narcisse Diaz de la Peña (1807-1876). Vol. II, Catalogue raisonné de l'oeuvre peint, Paris 2006, WVZ-Nr. 2731 mit s/w Abb.
Miquel, Pierre/Miquel, Rolande: Narcisse Diaz de la Peña (1807-1876), Volume I, Monographie, Paris 2006, ganzseitige Farbabb. S. 174
Schon früh ab Mitte der 1830er Jahre fand Narcisse Diaz de la Peña "sein" Sujet: die nahezu unberührte Natur des Waldes von Fontainebleau. Mit seinen atmosphärischen "Naturausschnitten" machte er sich bald einen Namen in der Kunstszene. Im Gemälde selbst spielt der konkrete Ort keine Rolle mehr.
Was zählt ist die Atmosphäre und der ganzheitliche Natureindruck. Es ist nicht ein Abbild der Natur sondern eine Notiz ihres Wesens, die spontan auf dem Malgrund entsteht. Man erspürt den Geist der sumpfigen Landschaft, die man fast zu riechen glaubt.
Der Mensch "belebt" die Natur und ist Teil von ihr. Ein rotes Kleidungsstück kennzeichnet und akzentuiert die Reisigsammlerin und lenkt das Auge auf das menschliche Tun im Wald. (Nr. 613 "Sous-bois, mare et fagotière" und Nr. 614 "Sous-bois, bûcheronne coupoant des branches").
In Diaz' Kinder- und Frauenbildern, die oftmals eine orientalistische Prägung aufweisen, kommt ihm insbesondere bei der Darstellung der Hautpartien seine Ausbildung zum Porzellanmaler zugute. Diese Werkgruppe steht in bewusstem Gegensatz zu den extrem "modernen" Naturausschnitten, deren malerische Konkretisierung oft als Mischung direkt auf dem Malgrund entstehen.
Einige der großen Impressionisten lernten von Diaz und seiner Malerei. Pierre-Auguste Renoir, der wie Diaz seine Malerkarriere als Porzellanmaler begann und Diaz beim Malen begleitete, bemerkte: "Ich gehe nach Barbizon, um Diaz de la Peñas zu malen." Renor schätzte sowohl die Landschaftsmalerei und die Frauenbilder von Diaz. Das Porträt seiner Frau (Nr. 615 "Portrait de Mme A. (Mme Diaz)" ist ein herausragendes Beispiel des Diaz'schen Frauenbildnisses vor einem "wilden" Barbizon-Hintergrund.
In seinen jungen Jahren studierte Diaz im Louvre die Werke von Correggio und Lorraine. Das als sehr wichtiges Werk einzuschätzende Bild der jungen Frau nach dem Bad in einem Teich, der ebenfalls im Wald von Fontainebleau anzusiedeln sein dürfte, kann als Reminiszenz an die Alten Meister verstanden werden. Das Gemälde erscheint - auf jegliches Attribut verzichtend - gleichsam mythologisch aufgeladen (Nr. 612 "Baigneuse en sous-bois").
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342. Alte Kunst,
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