Otto Pilny

1866 Budweis - 1936 Zürich

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Informationen zu Otto Pilny


Geburtsdatum/-ort – 28. Juni 1866 Budweis
Todestag/-ort – 22. Juli 1936 Zürich

Biografie Otto Pilny


Otto Pilny wird am 28. Juni 1866 im böhmischen Budweis geboren. Mit 7 Jahren zieht er nach Prag, wo er später seine künstlerische Ausbildung beginnt. Er lebt für kurze Zeit in Wien, bevor er sich in Zürich niederlässt.
Wie bei vielen seiner Zeitgenossen, zählt auch für Pilny Nordafrika zu den großen Zielen und Sehnsüchten. Der Maler reist insgesamt zweimal nach Ägypten: das erste Mal mit nur 19 Jahren, als er zwei Jahre auf der Karawanenstraße zwischen Kairo und Tripolis verbringt.

Die Landschaft, die Menschen und ihre Sitten ziehen ihn so sehr in den Bann, dass er sich für den Rest seiner Karriere den orientalistischen Sujets widmet. Besonders angetan ist er von den Bräuchen der Beduinen, mit denen er in die Wüste reist, wobei er zahlreiche Szenen in Skizzen festhält, die er später auf seinen riesigen Leinwänden in eindrucksvolle Gemälde verwandelt.
Seine zweite Reise in den Orient dauert von 1889 bis 1892. In dieser Zeit wird der ägyptische König Abbas II. auf seine Arbeit aufmerksam, der Pilny mit der Ausschmückung des Orden der Medjidije beauftragt. Bei seiner Rückkehr in die Heimat, verarbeitet Otto Pilny seine Erfahrungen in atmosphärischen, häufig erotisch aufgeladenen Szenen, welche schöne, halbnackte oder gar ganz nackte Frauen zeigen. Dabei bedient er sich, ähnlich wie Jean-Auguste-Dominique Ingres’ oder Jean-Léon Gérôme , an Motiven westlicher Männerfantasien. Die Bilder ermöglichen es den europäischen Betrachtern, nackte Frauen anzuschauen und zugleich Themen wie Voyeurismus oder Gewalt an Frauen anzusprechen und moralisch zu verurteilen.
Pilny ist ein produktiver Maler und hinterlässt, angetrieben von seiner Liebe zum Orient, ein umfangreiches Oeuvre, das von den warmenn Farbtöne und der lebendigen Atmosphäre der Wüste beherrscht wird. Typisch für seine Arbeiten ist die eindrucksvolle Leuchtkraft der Farben, die orange- und zartrosa- oder violettfarbenen Töne, welche von der Wüstensonne hervorgebracht werden und den Betrachter in die Stimmung des fernen Sehnsuchtsortes eintauchen lassen.
Otto Pilny verstirbt am 22. Juli 1936 in Zürich.

Otto Pilny ist u.a. in folgenden Museen und Institutionen vertreten:


- Badisches Landesmuseum, Karlsruhe
- Kunsthalle Bremen
- Museum Folkwang, Essen
- Museum Moderner Kunst, Frankfurt a.M.
- Landesmuseum Hannover
- Museum Ludwig, Köln
- Lenbachhaus, München
- Neue Pinakothek, München
- Museum Schleswig-Holstein, Schleswig
- Rupertinum, Salzburg (Österreich)

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