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Die Landschaft, die Menschen und ihre Sitten ziehen ihn so sehr in den Bann, dass er sich für den Rest seiner Karriere den orientalistischen Sujets widmet. Besonders angetan ist er von den Bräuchen der Beduinen, mit denen er in die Wüste reist, wobei er zahlreiche Szenen in Skizzen festhält, die er später auf seinen riesigen Leinwänden in eindrucksvolle Gemälde verwandelt.
Seine zweite Reise in den Orient dauert von 1889 bis 1892. In dieser Zeit wird der ägyptische König Abbas II. auf seine Arbeit aufmerksam, der Pilny mit der Ausschmückung des Orden der Medjidije beauftragt. Bei seiner Rückkehr in die Heimat, verarbeitet Otto Pilny seine Erfahrungen in atmosphärischen, häufig erotisch aufgeladenen Szenen, welche schöne, halbnackte oder gar ganz nackte Frauen zeigen. Dabei bedient er sich, ähnlich wie Jean-Auguste-Dominique Ingres’ oder Jean-Léon Gérôme , an Motiven westlicher Männerfantasien. Die Bilder ermöglichen es den europäischen Betrachtern, nackte Frauen anzuschauen und zugleich Themen wie Voyeurismus oder Gewalt an Frauen anzusprechen und moralisch zu verurteilen.
Pilny ist ein produktiver Maler und hinterlässt, angetrieben von seiner Liebe zum Orient, ein umfangreiches Oeuvre, das von den warmenn Farbtöne und der lebendigen Atmosphäre der Wüste beherrscht wird. Typisch für seine Arbeiten ist die eindrucksvolle Leuchtkraft der Farben, die orange- und zartrosa- oder violettfarbenen Töne, welche von der Wüstensonne hervorgebracht werden und den Betrachter in die Stimmung des fernen Sehnsuchtsortes eintauchen lassen.
Otto Pilny verstirbt am 22. Juli 1936 in Zürich.
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