Wilhelm von Kaulbach

1805 Arolsen - 1874 München

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Deutscher Maler. Ab 1822 Studium: Kunstakademie Düsseldorf bei Peter Cornelius, folgt diesem nach München, beteiligt an den Fresken in den Hofarkaden und im Odeon. 1935 und '38/39 Italienreisen. Ab 1837 Hofmaler in München. Bekannt für Wand- und Deckengemälde zu historischen, allegorischen und mythologischen Themen, z.B. Hunnenschlacht für Graf Raczynski (1834), sechs Wandbilder zu Welthistorischen Geschehnissen für das Neue Museum in Berlin (1843-64, in der Technik der Stereochromie) und Otto III. öffnet das Karlsgrab in Aachen (1859, Nürnberg, Germanisches Nationalmuseum, nur durch Reproduktion überliefert).

Als Protestant war von Kaulbach in München aufgrund seiner antikatholischen Haltung zum Teil umstritten (Karton zu Pedro von Arbues verurteilt eine Ketzerfamilie, 1868). Dennoch sehr erfolgreich mit pathetisch-theatralischen, von sensualistischer Farbigkeit geprägten Historienbildern (Der Geist Gottes in der Geschichte), auch Porträts (Lola Montez); von Kaulbach wird zum »Malerfürsten«. 1849 Direktor der Münchner Kunstakademie, 1866 geadelt. Besonders beliebt waren seine volkstümlichen Buchillustrationen, z.B. zu J. W. von Goethes Reinecke Fuchs (1845-63) und zu anderen Klassikern der Weltliteratur.
Steppes, Michael; Schaller, Andrea: Seemann Künstlerlexikon. Leipzig, 2012: E.A. Seemann Verlag.

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