Willi Baumeister

1889 Stuttgart - 1955 Stuttgart

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Informationen zu Willi Baumeister


Geburtsdatum/-ort - 22. Januar 1889 Stuttgart
Todestag/-ort - 31. August 1955 Stuttgart

Biografie Willi Baumeister


Das Oeuvre des Malers und Kunsttheoretikers Willi Baumeister repräsentiert die Klassische Moderne und die Entwicklung der abstrakten Malerei. In der Zeit nach dem 2. Weltkrieg ist er ein großes Vorbild für die nachfolgende Künstlergeneration in Deutschland und Europa.

Bereits während der Lehre zum Dekorationsmaler (1905 bis 1907) besucht Baumeister die Stuttgarter Kunstakademie, wo er von 1909 bis 1911 bei Hölzel studiert.

Ab 1910 präsentiert er seine Werke der Öffentlichkeit, wie 1913 im 1. Deutschen Herbstsalon der Galerie Sturm in Berlin. 1911 reist er erstmals nach Paris, wo er wichtige Impulse und Künstlerkontakte erhält. Anfangs setzt er sich u.a. mit den Werken Cézannes und der Kubisten auseinander und findet dann zu einer geometrischen Formenreduktion der Dingwelt. Durch die Beschäftigung u.a. mit der prähistorischen Höhlenmalerei wendet er sich Ende des Jahrzehnts organischen Formen zu, die er mit symbolischen Zeichen durchsetzt. Ab 1927 ist er Professor an der Frankfurter Kunstgewerbeschule. 1933 wird er aus dem Lehramt entlassen und bis 1945 als "entarteter" Künstler verfemt. In dieser Zeit kann er jedoch durch die Zusammenarbeit mit der Wuppertaler Lackfabrik Dr. Kurt Herberts & Co (1937/38) seine Materialforschungen weiterführen. Auch beschäftigt er sich mit neuen kunsttheoretischen Ansätzen, die er 1947 in der Schrift "Das Unbekannte in der Kunst" publiziert. Ab 1946 lehrt er an der Stuttgarter Kunstakademie und gründet 1949 die "Gruppe der Gegenstandslosen" (ab 1950 "ZEN 49"). In seiner Malerei gelangt er nun zu gestischen All-Over-Strukturen, wobei er den Farbraum mit an Landschaften oder Gegenstände erinnernden Formen ausstattet.

Werke Willi Baumeisters werden auf wichtigen Ausstellungen wie den Biennalen von Venedig (1948, 1952, 1960) oder der documenta in Kassel (1955, 1959, 1964) gezeigt. 1955 verstirbt der Künstler in seiner Heimatstadt Stuttgart.

Willi Baumeister ist u.a. in folgenden Museen und Institutionen vertreten:


- Nationalmuseum Berlin
- Museum Folkwang, Essen
- Städel Museum, Frankfurt a.M.
- Staatsgalerie Stuttgart
- Museu de Arte Contemporanea da Universidade de Sao Paulo (Brasilien)
- Centre Pompidou, Paris (Frankreich)
- Galleria Nazionale d'Arte Moderna, Rom (Italien)
- Museo Thyssen-Bornemisza, Madrid (Spanien)
- Tate Britain, London (UK)
- Museum of Modern Art, New York (USA)

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