Decorative Art
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May 18, 2022,
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26
Estimate: € 40.000
Result: €
51.480
(incl. premium)
PRÄCHTIGE FOLGE VON VIER BÜSTEN ALS ALLEGORIEN DER JAHRESZEITEN.
Wohl Italien.
Datierung: 18. Jh. / Anfang 19. Jh.
Technik: Weißer Marmor.
Beschreibung: Die vier männlichen, ausdrucksstark gearbeiteten Büsten mit lockeren Gewanddrappierungen um ihre Schultern, repräsentieren jeweils eine der Jahreszeiten. Beginnend mit dem Frühling, dessen Haupt mit einer kleinen Kappe bedeckt ist, gefolgt vom Sommer mit einer strahlenden Sonnenscheibe über der Stirn. Als nächstes der Herbst mit Weintrauben im Haar und schließlich die Büste des Winters als älterer, bärtiger Mann mit einer Kohlenzange. Die schlanken Sockel von Frühling und Winter jeweils gleich gestaltet als konische Stehle mit profilierten Feldern und Blatt-Knospendekor. Die Stehle des Sommers mit Volutenornamente und die des Herbstes mit Perlstab und Muschelornament.
Maße:
a) Frühling
Sockel ca. 144x40,5x24cm
Büste ca. 67x62x31cm
b) Sommer
Sockel ca. 155x48,5x23cm
Büste ca. 72x64x30cm
c) Herbst
Sockel ca. 157x48x23,5cm
Büste ca. 70x57x36cm
d) Winter
Sockel ca. 142x43x26,5cm
Büste ca. 72x57x20cm.
Provenienz:
- Adelshof Beissel, ehemals Merode-Houffalize, Pontdriesch 16, Aachen.
- Sammlung "Haus Lüttgens", Aachen.
Literatur:
- Arnold, Eduard: Wohnbau und öffentliche Profanbauten in Aachen und Umgebung
- Grimme, Ernst Günther: Die Sammlung Hubert Lüttgens Aachen, Hamm 1951.
- Lüttgens, Hubert (Hg.): Haus-Lüttgens. Alt-Aachener Wohnkultur. Ein Rundgang durch ein altes Aachener Haus im Wohnstil des 18. Jahrhunderts, Aachen o.J. Die vier Büsten aufgeführt und abgebildet S.20-23.
- Gansera, Daniel und Koppmann, Claudia: Hinterhofarchäologie in Aachen - unerwartete Befunde auf dem Pontdriesch 14-16, in: Archäologie im Rheinland, 2017, S.168-170.
- Rohen, Carl: Die adeligen Höfe und Patrizierhäuser in Aachen, in: Aachener Zeitung, Aachen 1889, S.42.
Haus Lüttgens
Alt-Aachener Wohnkultur zu vermitteln war das Ziel Hubert Lüttgens, als er im Jahr 1939 das alte Sechsfensterhaus der angesehenen Patrizierfamilie Klausner in Burtscheid erwarb. Doch wie viele Aachener Patrizierhäuser wurde auch dieses im Zweiten Weltkrieg zunächst fast vollständig zerstört. Erhalten blieb nur das alte Domestiken-Giebelhaus, jedoch in baufälligem Zustand. Nach seiner Rückkehr aus dem Krieg 1945 begann Hubert Lüttgens alsbald mit dem Wiederaufbau. Bereits 1948 war das Haus in großen Teilen wiederhergestellt. Einiges musste an Architekturteilen und Interieur dazu gekauft werden, so eine komplette Couven-Treppe, ein Brunnen, Teile einer barocken Parkanlage, alte Eisengitter und das schmiedeeiserne Tor, welches den Besucher heutzutage empfängt. Als Kunstsammler und Kunsthändler war es für ihn möglich das Haus sowohl von außen als auch in der Innenausstattung in seinem alten Glanz erstrahlen zu lassen und seinen Traum von alter Wohnkultur des 18.Jh. hier zu verwirklichen.
Neben dem Aufbau des ehemaligen Domestiken-Giebelhauses als neues Wohnhaus, wurde auch ein Barockpavillon auf dem Gartenplateau geplant und unter Verwendung alter Bauteile verschiedener Aachener Anwesen errichtet. Für den hexagonalen Bau wurden unter anderem Fenster- und Türlaibungen aus Blaustein des Hauses Schumacher in Burtscheid verwendet.
Die vier Marmorbüsten stammten ursprünglich wohl aus dem, ebenfalls zerstörten, Adelshof der Maria Wilhelmine Beissel. Zuvor gehörte dieser der Familie Merode-Koswaremme und danach der Familie Merode-Houffallize, einem alten Adelsgeschlecht. Vermutlich zierten Sie den gepflasterten Innenhof, welcher über eine Treppe zu dem dahinterliegenden Garten verbunden war.
Heute stehen diese herrlichen Büsten in dem lichtdurchfluteten Raum des Pavillons neben den tiefen Fenstern mit Blick in den Garten.
"Das größte Kunstwerk jedoch ist die Sammlung als solche. In ihr sind die Teile zum Ganzen gewachsen. Hier haben die Dinge ihren Ort gefunden, hier sind sie zu Hause."
(Die Sammlung Hubert Lüttgens in Aachen, S.50)
Die vier Büsten befinden sich noch an ihrem ursprünglichen Standort und können nach Absprachedort besichtigt werden.
Kontakt: 0221-925862-429, antik@van-ham.com.
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