Europäisches Kunstgewerbe
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BOZETTO EINES PUTTO ALS SCHILDHALTER.
Würzburg. 18. Jh. Johann Peter Alexander Wagner (1730-1809) zugeschrieben.
Lindenholz geschnitzt, ohne Fassung. Der stehende Putto mit vorgesetztem linken Fuß. Der rechte Arm ausgestreckt, mit der
linken Hand das Schild haltend. Der Kopf, mit geöffnetem Mund, leicht zur Seite geneigt. Höhe 12,5cm. Zustand A/B.
Provenienz:
-Sammlung Hubert Wilm, München.
-Sammlung Felix Schäfer.
Ausstellung:
Kunstverein München 1931: Sammlung Hubert Wilm. Dort Kat.-Nr.126.
Literatur:
-J. Baum: Sammlung Hubert Wilm in München, Leipzig 1929. Der Putto abgebildet und beschrieben auf S.25 und 30.
-J. Baum und A. Feulner: Sammlung Hubert Wilm, Ausstellung im Münchner Kunstverein, München 1931. Kat.-Nr.126.
-Kunsthaus Lempertz: Katalog 435, Sammlung Dr. Hubert Wilm München, 3.Dezember 1952. Der Putto Lot-Nr. 179.
Der Putto ist nach Meinung von Hubert Wilm wohl das Modell einer Wandstatuette.
Johann Peter Alexander Wagner kam im Jahre 1730 als Sohn des fränkischen Bildhauers Johann Thomas Wagner in Obertheres bei Bamberg zur Welt. Seine bildhauerische Ausbildung absolvierte er in der väterlichen Werkstatt, der er im Alter von 17 Jahren nach einem heftigen Streit mit seinem Vater den Rücken kehrte.
Die folgenden Wanderjahre führten ihn zunächst nach Wien, wo er erst bei Johann Wagner, seinem Onkel und später bei Balthasar Ferdinand Moll Arbeit fand. Weitere Stationen seiner Ausbildung brachten ihn nach Salzburg, München und Mannheim.
1756 kam Wagner nach Würzburg, wo er als Geselle des Hofbildhauers Johann Wolfgang van der Auwera tätig wurde. Als van der Auwera noch im selben Jahr plötzlich verstarb führte Wagner zusammen mit Lukas van der Auwera, einem Bruder des Verstorbenen die Werkstatt weiter und übernahm diese nach dem Tod Lukas van der Auwera im Jahre 1766. Fünf Jahre später 1771 wird er von Fürstbischof Adam Friedrich von Sensheim zum Hofbildhauer ernannt. Wagner zählt zu den Hauptvertretern des Mainfränkischen Rokokos und hinterlies ein beeindruckendes Werk, das noch heute von seinem großen Können zeugt. Neben Plastiken umfasste das Schaffen Wagners auch ganze Kirchenausstattungen, wie etwa Altaraufbauten und Kanzeln. Aber auch weltliche Raumausstattungen und Möbel zählten zu seinem Repertoire.
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