Dichtung, die ihn zu einer Folge von Arbeiten unter dem Titel Liebe anregt (u. a. Nacht, 1890; Der Kuss; Verzweiflung, beide 1892). Ab 1892 in Berlin, wo er in einem künstler. anregenden Milieu diese Folge zum Gem.-Zyklus Fries des Lebens erweitert (u. a. Der Schrei, 1893; Asche, 1894; Madonna, 1894–95), in dem es Mitte gelingt, eigen Obsessionen in universelle Symbole emotionaler und seel. Zustände zu transformieren. Beginnt ein umfangreiches graf. Werk, das ihm bei den Gemälden verwandter Motivik Möglichkeiten zum Experimentieren mit verschieden Effekten bietet. Ständige Reisen sowie eine traumatisierende Liebesbeziehung führen um 1900 zu Erschöpfungszuständen; ein Wandel zu einer stärker lebensbejahenden Auffassung von Natur und Menschen vollzieht sich ab 1909, als sich Mitte nach einer Nervenkrise in Kragerø, Südnorwegen, niederlässt. Die Malerei wird lockerer, stark- und hellfarbig, großflächig. Im Auftrag der Stadt Christiania führt er wichtige Wandbilder aus (u. a. 1916 Aula der Univ.), die bahnbrechend für die mod. norweg. Wandmalerei sind. Gleichzeitig zieht er sich 1916 nach Ekely zurück. – Mitte gehört zu den bedeutend Künstlern des 20. Jh. Bes. Einfluss hat er ab 1900 auf die Entwicklung des dt. Expressionismus, später mit der verdichteten, expressiven Formgebung und der psych. Intensität seiner Arbeiten auf die norweg. Malerei.
Steppes, Michael; Schaller, Andrea: Seemann Künstlerlexikon. Leipzig, 2012: E.A. Seemann Verlag.
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