1931 Lollar
Moderne und Zeitgenössische Kunst (25.+26.11.2015)
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November 25, 2015,
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228
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Mack, Heinz
1931 Lollar
Lichtrelief. 1964. Aluminium auf Hartfaser. 66 x 86,5cm. Signiert und datiert verso oben Mitte: mack 64.
Provenienz:
Galerie Iris Clert, Paris (Aufkleber)
Privatsammlung Nordrhein-Westfalen
"Heinz Mack denkt bei seinem Schaffen nicht an die Ewigkeit, sein Zeitmaß sind die beglückenden Augenblicke, die wenigen Sekunden, in denen - im wahrsten Sinne des Wortes - etwas in Erscheinung tritt: Seine Arbeiten sollen Träger des "reinen Ausdrucks der Schönheit des Lichtes" sein, sich in gleißende Lichtfelder, Lichtfontänen oder Lichtkörper verwandeln. (...) Mack widmet sich jedoch nicht allein einer Darstellung des Lichtes; vielmehr strebt er danach, "Gegenstände zu machen, deren Erscheinungsweise immateriell ist", wofür ihm in erster Linie das Licht und die Bewegung dienen. (...) Mack bemühte sich bei deren Anfertigung um Neutralität, indem er mit vollkommen neuen Materialien und Techniken arbeitete. Die traditionelle hierarchische Komposition wurde, noch stärker als in den 'Dynamischen Strukturen', in serielle Reihungen gleichartiger Elemente aufgelöst. "Die fast zufällig ergebende Entdeckung, dass Kunst sich unerwartet einstellt, irritiert unser naives Bewusstsein und lässt es kritisch werden", kommentierte Mack den Moment, als er die wechselnden intensiven Lichteffekte auf der Oberfläche eines Stücks Aluminiumfolie bemerkte, wodurch für ihn der Übergang von der Malerei zur Skulptur eingeleitet war.
(...) Die nun entstehenden Arbeiten konzentrieren sich auf die reine Lichterscheinung: "Meine Metallreliefs, die ich besser Lichtreliefs nennen möchte", so Mack, "benötigen anstelle der Farben das Licht, um zu leben." Diese Fähigkeit verlieh Ihnen die industriell gefertigte, lichtsensible Metallfolie. (...) Mack versah die auf Hochglanz polierte Folie durch Prägung mit einem Metallstift und Lineal mit unterschiedlich tiefen Linien- und Dellenstrukturen und montierte sie im Anschluss zur Stabilisierung auf eine Hartfaserplatte. Schon bei leichtem Lichteinfall geriet die Oberfläche in Schwingung, so dass durch die starke Reflexion die eigentliche materielle und auch formale Beschaffenheit optisch kaum zu fassen war. Diesen Effekt beschrieb Mack wie folgt: "Die Unruhe der Linie: Sie möchte Fläche werden; die Unruhe der Fläche: sie möchte Raum werden." Das Werk wirkte als materieller Widerstand, um lichtkinetische Energie im Raum aufzuzeigen und diese mittels strukturierter Oberfläche zu artikulieren, um Relief des Lichtes zu erzeugen."
(Schmidt, Ulrike: Die Bedeutung der Reliefform im Werk von Heinz Mack, In: Heinz Mack - Reliefs, Robert Fleck (Hrsg.), München 2015, S. 10 ff.).
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