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a. bei Alois Delug und Rudolf Jettmar studiert.
Nach seinem Abschluss an der Akademie folgt ein kurzes Intermezzo als Bühnenmaler und der Wehrdienst im 1. Weltkrieg, aus dem er aber aufgrund einer Verletzung bereits nach kurzer Zeit zurückkehrt. 1918 zieht der Maler nach Kufstein, wo ihn die Tiroler Gebirgslandschaft zu jenen Gemälden inspiriert, die ihm bald darauf immensen Ruhm einbringen. Die Bergkapellen und Bauernhöfe in Mulleys wildromantischen, manchmal düsteren Landschaften trotzen den rauen Verhältnissen ihrer Umgebung. Das Menschengemachte im Angesicht der monumentalen Naturgewalt der Berge ist ein Spannungsverhältnis auf das der Maler in seinem Oeuvre immer wieder zurückkommt. Dabei kommen seine Gemälde ohne figurative Elemente aus. Typisch für die Arbeitsweise Mulleys ist dabei die Verwendung einer reduzierten Farbpallette, die er pastos, fast reliefartig mit dem Spachtel oder Palettenmesser in Schichten auf den Malgrund aufbringt. Durch diese Technik erzielt er eine bemerkenswerte Tiefenwirkung.
Ab 1925 erfreuen sich Mulleys Gemälde immenser Beliebtheit. 1927 tritt der Maler der Wiener Sezession bei, 1929 verleiht man ihm den Wiener Volkspreis. Bereits um 1930 tauchen immer wieder Werke im Stile Mulleys auf, die von Nachahmern auf den Markt gebracht werden. Dies geht so weit, dass er sich gezwungen sieht, gerichtlich gegen die Epigonen vorzugehen. Ein Streit den der Künstler für sich entscheiden kann.
1934 zieht Oskar Mulley mit seiner Familie nach Garmisch-Patenkirchen. 1937 verleiht man ihm die Österreichischen Goldene Staatsmedaille für bildende Kunst. Während des zweiten Weltkrieges kann er unbehelligt weitermalen, da die Ausstrahlung und Ästhetik seiner Heimatbezogenen Motive dem Nationalsozialistischen Geschmack entgegenkommen. In seinen letzten Jahren findet Mulley zunehmend zu einer weicheren Malweise und romantischeren Motiven. Oskar Mulley verstirbt am 15. Januar 1949 in Garmisch-Patenkirchen.
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